Customer Stories: Bike Team Sazovice

Individuelles Design
Interview
Customer Stories

Wir als Kalas sind stolz auf unsere vielen Kunden, die uns ihr Vertrauen schenken. Eines haben sie alle gemeinsam. Sie streben nach Individualität, die sie mit ihrer selbstgestalteten Radsportbekleidung zum Ausdruck bringen. Darunter sind Einzelpersonen, Familien, kleine Gruppen, Vereine, Teams, Unternehmen, Wohltätigkeitsorganisationen und Veranstaltungsorganisatoren.

UNTER FREUNDEN

Die Begeisterung für den Radsport kann jeden zu jeder Zeit treffen, auch wenn bereits andere sportliche Interessen bestehen. Die Cousins Jarda und Pavel kennen das nur zu gut. Die zwei Unternehmer aus der mährischen Stadt Sazovice, tauschten ihre locker sitzenden Fußballshirts gegen enge Lycra-Trikots, die Fußballstollen gegen Fahrradschuhe und fügten das Rasieren der Beine zu ihren sportlichen Ritualen hinzu. Sie wechselten vom Fußballplatz in den Sattel und gründeten in ihrer Stadt einen Radsportverein: "Bike Team Sazovice". Aber es blieb nicht nur bei Ausfahrten und lokalen Rennen. Ihr besonderer Instinkt, schwierige Herausforderungen zu suchen und zu meistern, führte sie zum berühmtesten Mountainbike-Rennen, dem Cape Epic. Im Rahmen unserer Kundengeschichten erfahren wir mehr über die beiden Jungs und ihr Bike Team Sazovice.

Sazovice, etwa 90km östlich von Brünn gelegen, wirkt auf den ersten Blick wie eine typisch mährische Kleinstadt. Und wie in jeder Stadt gibt es auch hier Eigenheiten. Zunächst ist dort die moderne zylindrische Kirche im Zentrum, die mit Sicherheit die Aufmerksamkeit eines jeden Besuchers auf sich zieht. Nicht nur die Architektur, sondern auch die dort lebenden Menschen haben so ihre Eigenheiten. Hier finden wir unsere Protagonisten. Jarda, der am südlichen Stadtrand einen Lebensmittelbetrieb führt und Pavel, der am nördlichen Stadtrand ein Ingenieurbüro leitet. Die Cousins sind sportlich und entschlossen jede Herausforderung anzunehmen. "Seit unserer Kindheit treiben wir Sport, fahren Fahrrad und denken an all die Dinge, die wir tun könnten. Von klein auf stand der Wettbewerb immer im Mittelpunkt", erinnert sich Pavel.

Zunächst war es nicht der Radsport, der die Teenager fesselte. "Fußball war für uns das Ein und Alles. Zumindest bis wir so 35 waren. Dann gaben wir Fußball auf. Der offizielle Grund: unser Alter. Aber in Wahrheit war es unsere Leistungsfähigkeit", stellt Jarda schmunzelnd fest. Zur stagnierenden Fitness kam ein weiterer Umstand hinzu, der zum Ende seiner Fußballkarriere führte. "Fußball hat den Nachteil, dass man immer in voller Besetzung spielen muss und die Spielabsagen häuften sich zusehends. Das ist auch der Grund, warum der Radsport uns überzeugt: Es ist ein Mannschaftssport und gleichzeitig ein Einzelsport. Du kannst alleine fahren und bist an niemanden gebunden, oder du kannst nach Absprache in einer Gruppe fahren", erklärt Pavel den Tausch seines Fußballtrikots gegen ein Lycra.

"Sechs Monate lang haben wir uns auf unser erstes Radrennen vorbereitet. Für uns war es das größte Ereignis der Welt."
 

Gemeinsam mit zwei befreundeten Fußballspielern, gründeten die beiden Cousins Bike Team Sazovice. Das sportbegeisterte Quartett teilte die Aufgaben auf und brachte den Verein auf den Weg. Als Radsportneulinge waren sie sehr ungeduldig ihr Renndebüt zu geben. "Sechs Monate lang haben wir uns auf unser erstes Radrennen vorbereitet. Für uns war es das größte Ereignis der Welt", stellt Jarda überschwänglich fest. Nach und nach wuchs ihr Verein auf inzwischen 20 Mitglieder. "Unser Verein hat sich den Spaß am Radfahren zum Ziel gesetzt und wir wollen, dass es ein Hobby bleibt, das Spaß macht", sagt Pavel und unterstreicht damit die Vision ihres Radsportvereins, den sie 2009 ins Leben gerufen haben.

Ein Radsportverein braucht eine einheitliche Kleidung, um auch als solcher erkannt zu werden. "Der nächste logische Schritt war nun, unsere eigene Fahrradbekleidung zu entwerfen", erklärt Jarda. "Unsere erste Erfahrung mit einem Hersteller für selbstgestaltete Radsportbekleidung, dessen Name nicht genannt werden soll, war nicht sehr angenehm, brachte uns aber zum Lachen. Wir wählten die Farben, suchten die Designs aus und ließen alles anfertigen. Als die Bekleidung dann kam, stellten wir schnell fest, dass sie im Grunde durchsichtig war. Man konnte alles sehen! Sogar die Dinge, die wir nicht sehen wollten", lachten die Cousins über ihre erste Erfahrung mit maßgeschneiderter Fahrradbekleidung.

Um bei der nächsten Bestellung sicher zu sein, dass alles ordnungsgemäß und in der gewünschten Qualität geliefert wird, wandten sich die beiden Cousins an Kalas. "Ehrlicherweise kannten wir Kalas bereits als eine etablierte und zuverlässige Marke, also haben wir nicht weiter experimentiert und uns für die sichere Variante entschieden. Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir Qualität mögen und das Beste wollen. Wir bestellen nun schon seit acht Jahren bei Kalas", erklärt Pavel.

"Wir haben viele andere ausprobiert, aber Kalas passt perfekt zu uns."
 

Da das Leben im steten Wandel ist, möchte sich auch das Bike Team Sazovice regelmäßig neu erfinden und wechselt alle zwei Jahre ihr Trikotdesign. "Wir nehmen ein Musterdesign von einem Profiteam als Inspiration und ändern es dann. Wir stimmen uns untereinander ab, wem was gefällt, was nicht immer ideal ist, weil jeder seinen eigenen Geschmack hat und wir uns ständig streiten. Irgendwann kommen wir dann doch überein, dass wir ein Design möchten, das dezent, klar und schön anzusehen ist", nicken sie zustimmend. "Wir schätzen den Service von Kalas sehr. Ein erfahrener Vertriebsmitarbeiter besucht uns und bringt neue Muster mit, die wir dann anfassen und ausprobieren können. Somit wissen wir im Vorfeld bereits, welche Qualität wir zu erwarten haben", loben die beiden Cousins. Das Razor-Kurzarmtrikot und vor allem das Endurance 3D-Pad in den Radhosen mögen die beiden besonders gern.

Nachdem sich das Bike Team Sazovice als Amateurteam etabliert hatte, beschlossen sie, den nächsten großen Schritt zu wagen. "Wir lieben ja Herausforderungen und eine der ersten war Mallorca. Als Laien war es zunächst unvorstellbar auf Mallorca zu radeln. Wir planten die Reise seit etwa einem Jahr. Auch hier waren wir genauso aufgeregt wie bei der Vorbereitung auf unser erstes Rennen. Wir hatten großen Respekt vor den Planungen und dem Fahrradverleih", beschreibt Jarda seine ersten Erfahrungen in Sachen Radurlaub auf der beliebten spanischen Insel.

Mittlerweile ist diese jährliche Veranstaltung zu einer festen Tradition geworden. Währenddessen in einem kleinen Hotelzimmer auf Mallorca, gingen Jarda und Pavel eine neue Herausforderung an. "Nach einer anstrengenden Ausfahrt lagen wir erschöpft in unserem Zimmer, als wir darüber philosophierten, ob wir es nicht einmal außerhalb der Tschechischen Republik versuchen sollten. Unser erster Gedanke war, ein Etappenrennen zu fahren. Dann stellten wir fest, wir kennen eigentlich gar keines, also begannen wir zu recherchieren! Wie wäre es mit dem Cape Epic? Das wäre der Hammer", sagt Pavel und beschreibt den Moment, der ihr Training grundlegend veränderte.

"In der Annahme, dass wir sowieso nicht gezogen werden, nahmen wir an der Verlosung der Startnummern teil."
 

Das Cape Epic ist ein achttägiges Etappenrennen für Mountainbike-Duos in Südafrika. Über 800 Fahrer aus mehr als 50 Ländern nehmen regelmäßig daran teil. Obwohl das Rennen zum internationalen UCI-Kalender gehört und mit Olympiastars besetzt ist, sind die meisten Starter begeisterte Amateure, die das Mountainbiken als Hobby betreiben, so wie Pavel und Jarda. Aufgrund der begrenzten Kapazität des Starterfeldes können die Organisatoren jedoch nicht alle Interessenten an den Start lassen und die endgültige Auswahl der Teilnehmer wird durch die Verlosung von Startnummern bestimmt. "Es war eigentlich nur ein Versuch. In der Annahme, dass wir sowieso nicht gezogen werden, nahmen wir an der Verlosung der Startnummern teil. Doch dann bekamen wir eine E-Mail, die uns zunächst schockierte. Wir hatten es in die 2019er-Ausgabe von Cape Epic geschafft. Damit war nun wirklich nicht zu rechnen gewesen", sagt Jarda über sein unerwartetes Losglück.

Obwohl das Duo aus Sazovice nur dank dem Zufall beim Cape Epic startete, wollten die ehrgeizigen Cousins nicht einfach nur mitmachen. "Das sind genau die Herausforderungen, die wir mögen. Ehrlich gesagt würde es uns keinen Spaß machen, wenn es nur ein Urlaub wäre. Deshalb haben wir uns sowohl auf unsere erste Ausgabe, als auch auf die diesjährige eingehend vorbereitet." Die gewissenhafte Vorbereitung trug auch Früchte. "In unserem Fall war es kein Überlebenskampf, wir fuhren ganz gut und waren mit unserer Leistung zufrieden, bis Jarda Magenprobleme bekam, die uns veranlassten, aus dem Rennen auszusteigen", schließt Pavel etwas traurig ihr erstes Cape Epic-Kapitel.

Die Premiere beim südafrikanischen Rennen verlief nicht wie erhofft. Da die Jungs aus Mähren allerdings keine Fans unverrichteter Dinge sind, kehrten sie nach drei Jahren zum Cape Epic zurück. Diesmal in leuchtenden orangefarbenen Trikots. "Dieses Jahr war es eine ganz besondere Herausforderung. Wir kamen immer völlig erschöpft im Ziel an, gingen direkt in unser Zelt, schliefen kaum und am nächsten Morgen standen wir wieder am Start. Es war wie auf einem Schlachtfeld. Trotzdem hatten wir einen guten Lauf. Dann aber kam das unangenehme Gefühl der Magenverstimmung zurück, dass ich vor drei Jahren hatte, und ich wusste, es war vorbei", erinnert sich Jarda. "Am nächsten Tag erwischte es Pavel. Wir wollten unbedingt weitermachen und das Rennen beenden, aber leider hat es unsere Gesundheit wieder nicht zugelassen. Das war ärgerlich", beendet Jarda schmerzlich ihre Geschichte vom diesjährigen Cape Epic. Dem gefürchteten Kap-Bauch, fielen übrigens nicht nur Amateure zum Opfer, sondern auch erfahrene Profis.

Aber Jarda und Pavel leben nicht nur für das prestigeträchtige afrikanische Rennen. Sie haben es geschafft, einen Radsportverein ins Leben zu rufen und genießen nun vor allem die freundschaftliche Atmosphäre und nicht unbedingt die Ergebnisse. "Wir wollten eine Gruppe von Radsportbegeisterten zusammenbringen, Rennen fahren, uns bei den Veranstaltungen treffen, ein Bier trinken und darüber reden, wer Glück hatte, wer besser und schlechter war. Das ist es, was uns Spaß macht. Wir gehen Mountainbiken und fahren zusammen auf der Straße. Jedes Jahr organisieren wir Kinderrennen für unsere Stadt, an denen 75 Kinder teilnehmen", beendet Pavel die Geschichte über das Bike Team Sazovice.

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